Veröffentlicht in Allgemein, Drogerie

Diese Hausmittel ersetzen herkömmliche Reinigungsmittel

Spülmaschinentabs-zutaten-soda-natron-selbst gemacht-diy-zerowaste

Im Laufe der Zeit sammelt sich so einiges an Reinigungsmitteln im Haushalt an. Für jedes Problem gibt es eine Lösung, sprich ein Produkt. Ob ein Reinigungsmittel für die Küchenarbeitsplatte, eines für den Herd, eines für den Kühlschrank, fürs Bad, für den Boden (hier auch nochmal in unzähligen Variationen), usw, usf.

Ihr merkt worauf ich hinaus will: Unzählige Produkte, die letztendlich eines können, das gleiche wie alle anderen auch. Etwas sauber machen. Denn im Endeffekt sitzt in allen Produkten mehr oder weniger das selbe drin. Die unterschiedlichen Farben und Düfte, sowie Aufmachung und Produktbeschreibung zielen nur auf eines ab, den Kunden zum Kauf verleiten. Die speziell angepriesene Wirkungsweise ist zweitrangig. Irgendwann landet auch dieses Produkt hinten im Schrank und versauert dort bis zum Sankt Nimmerleinstag. Warum das so ist? Weil man doch auf die altbewährten Produkte zurück greift, denn die Reinigungsleistung wird nicht besser dadurch, das auf dem Produkt steht: „Reinigungsmittel für Arbeitsplatten aus Mamor mit Spekulatiusduft“.

Zudem sind die ganzen chemischen Inhaltsstoffe so dermaßen schädlich für uns und unsere Umwelt, dass man sich nicht wundern muss, warum multiresistente Keime und dergleichen entstehen. Abgesehen von dem ganzen Plastikmüll, der einen weiteren Rattenschwanz an Katastrophen nach sich zieht.

Auf meinem Weg zu Zero Waste bin ich natürlich über meinen überfüllten Putzschrank gestolpert. Ich merkte, diese ganzen vermeintlich tollen Mittelchen sind gar nicht so toll. Mein kleines Baby sollte nicht mit dem ganzen Zeug in Berührung kommen. Auf der Such nach (plastikfreien) Alternativen, stieß ich immer wieder auf die selben Dinge.

Natron, Soda, Kernseife und noch 2-3 andere Hausmittel.

Sollte es so einfach sein? Diese unscheinbaren Hausmittel, die Großmutter schon nutzte? Laut meiner Recherche können diese Mittel eine komplette Drogerie ersetzen. Dieses Buch Klick! beschreibt über 300 Anwendungen zu nur fünf Hausmitteln.

Das meiste habe ich mittlerweile ersetzt und es nicht bereut. Ich liebe es meine Reinigungsmittel selber herzustellen. Ich liebe es, dass sie die gleiche Wirkung wie chemische Reinigungsmittel aufweisen, teilweise noch besser. Ich liebe es, dass es so einfach und simpel funktioniert und dass ich dabei noch eine Menge Geld und Müll spare.

Doch was können die „Super-Hausmittel“?

IMG_20181120_094346_261

Natron: Kurzform von Natriumhydrogencarbonat ist ein Natriumsalz der Kohlensäure und zählt zu den Hydrogencarbonaten und wurde früher natürlich gefördert, heutzutage meist chemisch aus natürlichem Kochsalz hergestellt. Egal ob Natron natürlich gefördert oder chemisch hergestellt wird, es ist eine ökologische Alternative zu den meisten Putzmitteln. Die Natriumverbindung zersetzt sich ab einer Temperatur von 65°C in ihre Bestandteile: Natriumcarbonat (Soda), Wasser (H20) und Kohlendioxid (CO2). Diese Grundelemente kommen in der Natur vor und können deswegen auch ganz leicht zurückgeführt werden. Natron ist also nicht nur unglaublich vielfältig einsetzbar, sondern auch noch gut für die Umwelt.

Natron wirkt desinfizierend, kalklösend und fettlösend als Reinigungsmittel. Zudem kann es als Backpulverersatz verwendet werden. Durch seine vielen weiteren, unter anderem basischen Eigenschaften, wie zum Beispiel Säure zu neutralisieren ist es unglaublich universell anwendbar.

Soda: Die chemische Bezeichnung für Soda ist Natriumcarbonat. Es ist eng mit dem Natron verwandt und kommt in natürlichen Ablagerungen als Kristallsoda in verschiedenen Natronseen vor.

Soda ist stark wasseranziehend und sollte daher immer trocken und luftdicht gelagert werden, denn ein Natriumcarbonat-Molekül kann bis zu 10 Wassermoleküle an sich binden.

Seine Wirkungsweisen unterstützen die Reinigungsleistung herkömmlicher Reinigungsmittel. Soda ist ein hervorragender Pendant zu Natron. Es ist ebenfalls basisch. Seine Reinigungsleistung in Reaktion mit Wasser ist noch stärker als die von Natron. Doch Achtung ist hier geboten, denn Soda kann Haut, Augen und Atemwege reizen und sollte daher mit Vorsicht verwendet werden.

IMG_20180902_085223_746

Kernseife: Bei der Kernseife muss ich sagen bin ich auf Dauer noch auf der Suche nach einer veganen Alternative, die nicht unbedingt aus dem Orient importiert werden muss bzw. aus Palmöl entsteht. Hier steht auch wieder der bewusste Konsum im Vordergrund.

Die hießige Kernseife entsteht bei der sogenannten Verseifung. Dort werden pflanzliche oder tierische Fette mit Hilfe einer Lauge zu Seife und Glyzerin umgewandelt. Die Kernseife entsteht dabei im weiteren Verfahren, wenn die reine Seife vom Glyzerin getrennt wird. Ohne jegliche Zusatzstoffe, erhält man nur die reine Seife. Besonders Allergiker profitieren hiervon.

Mit einem leicht basischen pH-Wert ist sie optimal fettlösend als Reinigungsmittel und mit ihren Tensiden geeignet als Waschmittel bzw. Fleckenentferner. Auch für die Hautreinigung kann Kernseife verwendet werden.

IMG_20181119_114536_214

Zitronensäure: Die Zitronensäure ist wohl jedem bekannt. In natürlicher Form kommt sie vorallem in Zitrusfrüchten vor, aber auch in den meisten anderen Früchten, die leicht säuerlich schmecken, sogar unser Körper stellt Zitronensäure her.

Die Zitronensäure aus dem Handel wird industriell hergestellt aus Zuckerrüben und Mais. Für die Anwendung in der Küche, kann also auch der reine Zitronensaft bzw. die Schalen verwendet werden. Das ist am natürlichsten und umweltfreundlichsten.

Sie ist ein Ass zum Entkalken und auch in Lebensmittel als Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel kommt sie zum Einsatz.

Auch hier sollte man bei der Anwendung aufpassen, denn Säure könnte zu Reizungen auf der Haut und in den Augen führen. Zudem greift auch hier wieder die Säure Aluminiumelemente an.

Essig: Essig wird durch Fermentation alkoholhaltiger Flüssigkeiten durch Essigsäurebakterien hergestellt. Dabei gibt es viele Ausgangsmaterialien, ob Weinessig, Himbeeressig, Apfelessig, und, und, und.

Bis zu 90 Inhaltsstoffe enthält ein naturbelassener Essig, unter anderem Vitamin C, Folsäure, Beta Carotin und viele mehr. Deswegen ist Essig auch hervorragend für die innerliche und äußerliche Anwendung im und am Körper geeignet.

Essig wirkt in der Anwendung entzündungshemmend, antibakteriell, fiebersenkend und hat ebenfalls einen positiven Einfluss auf den Säure-Basen-Haushalt im Körper. Zudem ist er ein hervorragendes Konservierungsmittel. Als Reinigungsmittel überzeugt Essig durch seine antibakteriellen Wirkung und kann somit aggressive Desinfektionsmittel ersetzen.

Aufpassen sollte man bei Aluminiumoberflächen, Silikonfugen, Gummidichtungen und Natursteinböden. Die Säure könnte diese Materialien angreifen.

Für die Reinigungsmittel zu Hause verwende ich herkömmlichen Haushaltsessig. Darin eingelegte Zitronenscheiben ergeben einen hervorragenden Allzweckreiniger. Das Rezept findet ihr hier: Klick!

Ich hoffe ich konnte euch die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten der alternativen Hausmittel etwas näher bringen.

Unser Haus ist jedenfalls genauso sauber wie vorher und der Umwelt und uns zur Liebe wird es auch mit nichts anderem mehr geputzt.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Eure Anne

Autor:

Ich wünsche euch viel Spaß auf meinem Blog! Eure Anne

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.